Was die Liga bewegt!


Spieler der Woche – Sami Khedira, VfB Stuttgart by jeffrey12
18.12.2008, 12:08
Filed under: Bundesliga | Schlagwörter: , , , ,

Spielübersicht, Kopfballstärke, Passgenauigkeit und Kaltschnäutzigkeit vor dem Tor. Sami Khedira bringt eigentlich alles mit, was einen modernen und erfolgreichen Mittelfeldspieler auszeichnet. Wenn er diese Fähigkeiten so in die Waagschale werfen kann, wie am 17. Bundesliga-Spieltag gegen den FC Bayern München, dann besteht kein Zweifel – der Mann gehört in die Eliteklasse des deutschen Fußballs. Mindestens.

Nach seinem kometenhaften Aufstieg in der Meistersaison des VfB Stuttgart 2006/07, die er mit seinem Siegtor im entscheidneen letzten Saisonspiel gegen Energie Cottbus krönte, verbrachte Sami Khedira viel Zeit zwischen Bank, Krankenstand und Spielfeld. Einen Stammplatz im Mittelfeld des VfB konnte er sich unter Armin Veh nie so recht erkämpfen, hinter den etablierten Kräften in der Schaltzentrale wie Pardo und Hitzlsperger.

Unter Markus Babbel fehlen Khedira gerade einmal fünf Bundesliga-Minuten aus der Partie gegen Schalke. Und die sind ziemlich unfreiwillig zustandegekommen – seine Balleroberung im Mittelfeld, die das 2:0 einleitete, fiel mit einem kolossalen Zusammenprall mit Jermaine Jones zusammen, sodass Khedira das Spielfeld benommen verlassen musste. In den beiden darauffolgenden Partien traf der Deutsch-Tunesier gleich drei Mal ins gegnerische Tor und war damit eine der entscheidenden Kräfte beim erfolgreichen Hinrunden-Sendspurt seines Vereins.

In dieser Form ist Khedira – der bei offensiven Vorstößen aufgrund seiner Haarpracht und Statur von Fernsehreporten gerne und häufig mit Mario Gomez verwechselt wird – aus dem Mittelfeld der Schwaben nicht wegzudenken. Kurz vor Weihnachten ein Extra-Lob vom Sportnex-Team: Der Mann des Spieltags, Sami Khedira!



Spieler des Spieltags: Sinan Kaloglu, VfL Bochum by jeffrey12

Ganz ehrlich: auch als aufmerksamer Leser der einschlägigen Saisonvorbereitungslektüren und Sonderhefte ist mir ein Liga-Neuzugang ganz offensichtlich durchgerutscht. Sinan Kaloglu. Wie konnte das nur passieren?

Kaloglu ist aber nicht der von mir vermutete Nachwuchsstürmer, sondern eine der gezielten und offenbar wieder einmal gelungenen Neuverpflichtungen, die Marcel Koller aus dem Hut gezaubert hat. Kaum einer hat in den vergangenen Jahren (nun auch ohne die Unterstützung von Ex-Manager Stefan Kuntz) so regelmäßig Topspieler aus den kleinen, meist mittel- und osteuropäischen Fußball-Ligen verpflichtet und zum Bundesliga-Durchbruch verholfen wie Koller.

Nach Theofanis Gekas vor zwei Jahren und Stanislav Sestak in der Vorsaison ist es diesmal also Sinan Kaloglu (27). Zuletzt Stürmer bei Bursaspor, davor Wandervogel in der Türkischen Süper Lig.

Eben jener Sinan Kaloglu, den der FC Bayern wohl besser als gewünscht kennen gelernt hat. Mit einem Tor und zwei blitzsauberen Vorlagen für seine Mitspieler Christoph Dabrowski und Dennis Grote war er der Matchwinner für den VfL. Und davon kann man wohl trotz der Punkteteilung aber wegen des egalisierten 1:3-Rückstandes sprechen.

Natürlich ist Kaloglu ebenso wenig der neue Messias des VfL Bochum, wie 1899 Hoffenheim sicher in die Champions League einzieht und der FC Bayern die neue graue Maus im Niemandsland der Tabelle wird. Aber die Leistung und noch mehr ihre Wirkungskraft an diesem Samstagnachmittag in der Allianz Arena zu München war absolut würdig, um vom sport-auktion.de Team zum Spieler des Spieltags erkoren zu werden!