Was die Liga bewegt!


Ballack vs. Bierhoff: Ein Streit auf dem Rücken der Nationalelf by Nummer 10

Seit dem EM-Finale ist es im Umfeld der DFB-Elf vorbei mit Frieden und Eintracht. Schließlich ist seitdem die Auseinandersetzung zwischen Kapitän Michael Ballack und Team-Manager Oliver Bierhoff ein ständiger Begleiter, der heute dazu führte, dass „Kaiser“ Franz Beckenbauer höchstpersönlich einen Friedensgipfel unter Leitung des DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger forderte (siehe http://www.n-tv.de/1020893.html).

Wie kam es zu diesem Streit?

Nach dem verlorenen EM-Finale gegen Spanien hatte der DFB für die Mannschaft noch auf dem Rasen des Ernst-Happel-Stadions geplant, dass diese sich mit einem Transparent bei den Fans bedanken solle. In der ersten Enttäuschung reagierte der Kapitän wohl etwas ungehalten auf die Aufforderung des Team-Managers, mit dem Transparent in die Kurve zu gehen.

Wobei – schenkt man den Schilderungen der SPORT BILD Glauben, ist das Wörtchen „etwas“ bei ungehalten noch untertrieben…schließlich sollen heftige und derbe Worte gefallen sein und Handgreiflichkeiten nur von den Mitspielern verhindert worden sein.

In meinen Augen muss man festhalten, dass es unglücklich gewesen sein mag, nach einem EM-Finale einer derartige Aktion zu fordern. Das ändert aber nichts daran, dass Oliver Bierhoff immer noch Vorgesetzter von Michael Ballack ist. Und dem entsprechend steht ihm seine Reaktion in keinster Weise zu. Was würde wohl mit einem normalen Arbeitnehmer passieren, der seinen Chef in der Öffentlichkeit so angeht?

Wie auch immer, im Nachgang hatte sich Michael Ballack für die Wortwahl wohl entschuldigt und die Sache schien erledigt. Aber falsch gedacht – vergangene Woche äusserte sich Oliver Bierhoff dahingehend, dass „die Nationalmannschaft mit Michael Ballack gute Spiele gemacht hat und ohne ihn. Sie ist also nicht von ihm abhängig.“ (siehe http://sport.t-online.de/c/16/11/64/50/16116450.html)

In meinen Augen ist dies eine Aussage, die nicht persönlich auf die Leistungsfähigkeit des Kapitäns ausgerichtet war, sondern der Mannschaft Mut machen sollte, dass es auch trotz des erneuten Ausfalls von Ballack keinen Grund für Pessimismus gibt. Zugegeben – etwas unglücklich formuliert war das Ganze…

…und die Reaktion ließ wieder nicht auf sich warten. Per FAS meldete sich der Kapitän mit der Aussage zurück: „Die Nationalmannschaft hat schon gewonnen, als Oliver Bierhoff noch nicht ihr Manager war. Und auch zukünftig wird es für den Erfolg nicht entscheidend sein, ob Bierhoff Manager ist oder nicht“ (siehe http://sport.t-online.de/c/16/11/64/50/16116450.html).

Was soll man davon halten?

Schaden nimmt auf jeden Fall die Nationalmannschaft. Und das kann weder das Ziel von Oliver Bierhoff noch von Michael Ballack sein. Ob ein Friedensgipfel in diesem Fall Sinn macht ist in meinen Augen fraglich, denn ein Machtwort, das sämtliche weiteren Spekulationen und Äusserungen hinfällig macht, wäre wahrscheinlich deutlich besser angebracht.

Als Vorbild für die Jugend kann man das Verhalten beider auf jeden Fall nicht sehen. Wobei man nochmals zu bedenken geben muss, dass es hier letzten Endes um ein Verhältnis zwischen dem Kapitän und seinem Vorgesetzten geht.

Wenn man den gesamten Vorgang alleine auf dieses Verhältnis reduziert, würde es in der freien Wirtschaft gelb oder doch schon rot geben. Vielleicht nur auf Zeit, aber ein Signal täte Not!

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