Was die Liga bewegt!


Was erlaube, FIFA? Keine Namen mehr auf Trikots… by Nummer 10

Beim Blick auf den Rücken unserer Nationalelf am gestrigen Abend staunten mit Sicherheit einige nicht schlecht…es ist schon irritierend, wenn da plötzlich ein neues Nummern-Design zu sehen ist und man auf den ersten Blick fast ins Rudern kommt, wer denn nun auf dem Platz steht. Schließlich haben wir alle in den vergangenen Jahren immer mehr gelernt, dass eine bestimmte Nummer in der Regel zu einem bestimmten Spieler gehört. Und naja – der Name stand dann ja auch noch mit drauf.

Nun ist also der Purismus ausgebrochen, was aber leider nicht auf Einflüsse des Retro-Kultes zurückzuführen ist, sondern auf eine neue Direktive in der FIFA-Spielordnung.

Laut DFB, siehe http://www.dfb.de/index.php?id=500014&no_cache=1&tx_dfbnews_pi1[showUid]=15443&cHash=4858061852 , sehen die Artikel 16 und 21 des FIFA-Reglements für die WM 2010 http://de.fifa.com/search/index.htmx?q=FIFA+reglement+2010) vor, dass “die Nationalmannschaften bei den Qualifikationsspielen zur WM-Endrunde in Südafrika nur noch Trikots mit den Nummern eins bis 18 tragen dürfen. Das bedeutet in der Praxis, dass bis zur WM 2010 nicht mehr der Name des jeweiligen Spielers auf dem Trikot stehen wird. Denn die internationalen Regeln besagen außerdem, dass der 18er-Kader für ein Länderspiel erst 90 Minuten vor Spielbeginn festgelegt werden muss.” Was hat die Herren in Zürich dazu bewegt?

Doch eine Besinnung auf die puristischen Anfänge? Ein Schritt gegen den Kommerz? Oder etwas Anderes?

Und noch viel wichtiger ist vielleicht die Frage: Kommt da noch etwas nach…wie z.B.:

– Umsetzung dieser Vorgabe auch für den Vereins-Fußball?

– oder gar das Verbot von Trikotwerbung im Vereins-Fußball?

– Die Vorgabe, dass mit einem Ball aus echtem Leder gespielt wird?

Schau mer mal – wie alles hat diese Geschichte zwei Seiten…einerseits etwas mehr Purismus, aber Andererseits Verlust des „Markenwertes“ eines Spielers durch seine Nummer…schließlich denkt doch jeder bei der Nummer 33 an Mario Gomez, bei der Nummer 18 an Jürgen Klinsmann oder Miro Klose oder bei der Nummer 20 an Deco. Cristiano Ronaldo, Ronaldinho, Kaka, Michael Ballack oder auch Frank Lampard können dagegen froh sein – sie können ihre Nummer behalten…müssen sich aber daran gewöhnen, dass ein anderer mit ihrer Nummer aufläuft, wenn sie mal nicht dabei sein sollten.

Und das ist natürlich gerade für Sammler eher schlecht –  wie soll ich sicher sein, dass in einem Chelsea Trikot mit der Nummer 13 auch wirklich Michael Ballack drinsteckte und nicht ein Ersatzmann? Es wird mit Sicherheit wieder Fälle geben, bei denen so genannte Fans als Wiederverkäufer Trikots mit Beschreibungen versehen, die nicht der Wahrheit entsprechen.

In diesem Sinne „Servus, Mythos der Rückennummer als Synonym für einen Spieler“ – eine Geschichte wie die 99 als Synonym für Wayne Gretzky im Eishockey werden wir im Fußball so nicht mehr erleben.

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