Gespeichert unter: Bundesliga | Schlagworte: Bayer 04 Leverkusen, Bruno Labbadia, Darmstadt 98, SpVgg Greuther Fürth
Hinten zunehmend sattelfest, nach vorne furios. Bayer 04 Leverkusen hat sich im Schatten der Hoffenheimer Erfolgsgeschichte zur Mannschaft der Stunde in der Bundesliga gemausert.
Der Mann, der dem Werkself-Ensemble frischen Esprit eingehaucht hat: Trainer Bruno Labbadia. Sicher, bereits unter Vorgänger Skibbe zelebrierte die Bayer-Elf teilweise Spitzen-Fußball. Trotzdem fehlte stets das letzte Quäntchen, um weiter nach vorne vorzudringen. In diesem Jahr, befreit von internationalen Fesseln, scheint der Weg weiter zu führen. Nach knapp einem Drittel der Bundesliga-Spielzeit weist der Weg eindeutig nach oben.
Bruno Labbadia hatte kaum einer als die beste Wahl für die Werkself auf der Rechung, nach nur einem Jahr Zweitliga-Erfahrung bei der SpVgg Greuther Fürth und drei Jahren als verantwortlicher Trainer bei seinem Heimatverein Darmstadt 98 in Hessen- und Regionalliga. Vielleicht ist es aber seine hervorragende Berufseinstellung, die seine Qualifikation und seinen sportlichen Wert als Trainer ausmacht. Laut Heiko Westermann hat Bruno Labbadia einmal gesagt, „er arbeitet bei jedem Verein immer so top-motiviert, als wäre er beim FC Barcelona“. Na dann sind wir mal gespannt, wo die Reise von Bayer 04 Leverkusen in dieser Saison, nach zuletzt drei 2:0-Erfolgen in Serie und zunehmend abgeklärter Offensiv-Spielweise hinführt.
Bruno Labbadia ist mit seiner Persönlichkeit in jedem Fall ein Gewinn für die Bundesliga. Nach außen sachlich und pragmatisch aber mit jeder Menge Feuer und Leidenschaft in der Arbeit mit seinem Team. Wenn dann auch noch ein kleines Bisschen vom Bayern-Gen aus seiner aktiven Zeit vorhanden ist…
Stellvertretend für seine hervorragende Trainerarbeit bisher und die erfrischenden Auftritte seiner Mannschaft ist Bruno Labbadia der Mann der Woche!
Gespeichert unter: Nationalmannschaft | Schlagworte: Ballack, Eitelkeit, Frings, Löw, Nationalmannschaft, Südafrika, Selbstdarstellung, Streit, WM-Qualifikation
Jahrelang waren der Capitano und sein Adlatus Frings im zentralen Mittelfeld der Nationalmannschaft gesetzt. Zu Recht. Aufgrund Ihrer überdurchschnittlichen Leistungen im Verein und der Nationalelf. Nicht zuletzt auch wegen Ihres internen Standings im Kreis der Kollegen und Ihrem loyalen und bedachten Auftreten neben dem Platz. So hatten sich Michael Ballack und Torsten Frings den Respekt und die Anerkennung erarbeitet, die Sie als zentrale Köpfe und Stammspieler der deutschen Auswahl qualifizierte.
Doch Leiszungsnachweise sind stets aufs Neue zu erbringen und damit vergänglich, die Nationalelf befindet sich im Umbruch. Was weder Frings noch Ballack wahr haben wollen: die Meriten von gestern sind heute kein Faustpfand mehr. Nicht aufgestellt zu werden, hat nichts mit fehlendem Respekt zu tun!!! Nicht nur die Gesellschaft an sich, auch die Nationalspieler müssen sich Leistungsprinzipien unterordnen. Wer Joachim Löw aufmerksam zuhört, dem sollte bereits aufgefallen sein, dass er keine heiligen Kühe mehr kennt und knallhart nach Leistung, Motivation und Teamgeist entscheidet.
Westermann und Tasci für Metzelder, Helmes für Kuranyi, Hitzlsperger und Rolfes für Frings und vielleicht demnächst auch für Ballack, wenn der sein Ego und seine Spitzfindigkeiten nicht zugunsten des gemeinsamen Erfolges zurückzustellen vermag.
Maßnahmen des Trainerteams kritisch zu begutachten ist keine Unart. Ganz im Gegenteil, es gehört zu einem kompletten Führungsspieler dazu, seine geschätzte Meinung intern und damit konstruktiv einzubringen. Dass diese Meinung aber derart unkontrolliert und vor allem medial Kund getan wird, schlägt dem Fass den Boden aus.
Was erlaube Ballack und Frings?
Die beiden überbieten sich an Respektlosigkeit gegenüber dem deutschen Trainer- und Betreuerteam und rücken in ihrem Verhalten immer näher an das eines Kevin Kuranyi heran, was selbst von allergrößter Fußball-Prominenz erkannt wird. Eitelkeit und verfehlte Selbstwahrnehmung anstatt Sportsgeist. Hier gilt es jetzt tatsächlich eine vernunftorientierte Aussprache zwischen allen Beteiligten zu finden und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen.
Im Sinne der Nationalelf könnte dies im besten Fall eine neue Selbsterkenntnis der beiden Mittelfeldspieler sein, Teil einer Mannschaft zu sein, die nach Leistung, nicht nach Verdiensten (by the way: weder Frings noch Ballack haben je einen internationalen Titel gewonnen) aufgestellt wird. Aber merke: auch Ballack und Frings sind aus sportlicher Perspektive ersetzbar, das haben die vergangenen Spiele zu Tage befördert.
Der Bundestrainer sollte hier nicht als Verlierer aus dem Zwist hervorgehen, das könnte schwerwiegende Konsequenzen haben. Löws taktische Reife und sportliche Leitung haben die Weichen nach Südafrika eindeutig auf Erfolg gestellt und erscheinen derzeit unverzichtbar!
Gespeichert unter: 2. Bundesliga | Schlagworte: 2. Bundesliga, Hansa Rostock, Kevin Schindler, Werder Bremen
Manchmal ist es ein kleiner Umweg, der auf direktem Weg zum Ziel führt. Übertragen auf Kevin Schindler führt der Weg nach oben über Hansa Rostock und einen Abstecher in die 2. Bundesliga.
Gemessen an der Tatsache, dass er als Nachwuchsstürmer nicht an den etablierten Werder-Goalgettern vorbeikam, erscheint der Schritt für ein Jahr an die Ostsee zu wechseln fast folgerichtig und gewinnbringend für die weitere Karriere eines Nachwuchsspielers. Dass er perspektivisch das Potential für mehr hat, hat Schindler bereits in einigen Bundesliga- und UEFA-Cup-Einsätzen für die Grün-Weißen und zahlreichen U21 Länderspielen gezeigt.
De letzte Woche wird Kevin Schindler sicherlich unter den erfreulicheren seiner Karriere verbuchen können
Wenngleich Schindler kein berauschendes Spiel in Frankreich zeigte, so war er über die EM-Qualifikation hinweg doch eine Stütze der U21 Nationalelf und damit am ganz wesentlich am Erreichen der EM-Endrunde beteiligt.
Dazu schlug am Spieltag danach seine Stunde. Hier gelang nicht nur seinem Team mit dem 9:0 Kantersieg über die TuS Koblenz historisches. Mit einem fulminanten Freistoßtreffer zum 2:0 und vier weiteren Torvorlagen war Kevin Schindler der Mann dieser Partie und für uns auch noch des gesamten Zweitliga-Spieltags.
Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg auf dem weiteren Weg nach oben wünscht das sport-auktion.de Team!
Gespeichert unter: Bundesliga | Schlagworte: 1899 Hoffenheim, Ba, Bastürk, Carlos Eduardo, HERTHA BSC, Kraichgau, Marcelinho, Obasi, Salihovic
Das Team ist eine Bereicherung für die Bundesliga. Da können Fans anderer Vereine vor Neid erblassen oder den gönnerhaften und erfolgshungrigen Mäzen verspotten wie sie wollen. 1899 Hoffenheim bleibt auch nach dem achten Spieltag das Team der Stunde. Platz zwei nach einem guten Viertel der Saison.
Respekt vor den Leistungen des Aufsteigers. Und das am vergangenen Spieltag wieder einmal mit einer Elf, die bis auf den ehemaligen Stuttgarter Ergänzungsspieler Andreas Beck komplett die Aufstiegs-Saison in Liga Zwei absolviert hat. Die Transfers der Vorsaison waren zwar für Zweitliga-Verhältnisse exorbitant aber wie sich heute herausstellt voll gerechtfertigt. Denn auch eine Klasse höher bringen Obasi, Ba, Carlos Eduardo und Kollegen ausgesprochen reife Leistungen.
Einer war schon in der Regionalliga-Spielzeit mit an Bord: Sejad Salihovic. Bei HERTHA BSC hinter Marcelinho und Yildiray Bastürk ohne Chance auf dauerhafte Einsatzzeiten, erfolgte im Sommer 2006 der Wechsel nach Hoffenheim. Gut zwei Jahre, 20 Tore und mindestens ebenso viele Torvorlagen später hat sich Sejad Salohovic auch in der Bundesliga seinen Namen gemacht, als Spielmacher, Torschütze und zuletzt in Hannover als Joker der Extraklasse.
Nach seiner Einwechslung beim Stand von 1:2 aus Sicht der Kraichgauer in der 67. Spielminute erzielte er den 3:2 Führungstreffer selbst und bereitete den Treffer zuvor und danach mustergültig vor. Der Matchwinner von 1899 Hoffenheim ist damit für uns der Mann des Tages!
Gespeichert unter: Bundesliga, Nationalmannschaft | Schlagworte: Deutsche Nationalmannschaft, Deutschland vs. Wales, Johannes B. Kerner, Oliver Kahn, ZDF
Glückwunsch ans ZDF für den neuen Experten an der Seite von Johannes B. Kerner bei den Übertragungen der Länderspiele. Man muss klar festhalten, dass Oliver Kahn sich in kürzester Zeit zu einem Top-TV-Mann entwickelt hat und da muss JBK fast schon aufpassen, dass der Titan ihm nicht den Rang abläuft.
Erinnern wir uns – als die Verpflichtung von Kahn bekannt gegeben wurde, meinten viele Experten, dass das einen schweren Stand für Kahn bedeuten würde, wenn er das Erbe von Kloppo antritt. Das Gegenteil ist der Fall – klar, Kloppo hat das Ganze emotionaler vermittelt, wie das seinem Naturell entspricht. Aber wie Oliver Kahn seine Statements formuliert, technisch dokumentiert und präsentiert ist schon jetzt absolute Spitzenklasse.
Weiter so, Oliver Kahn – und bitte gebt dem ZDF mehr Länderspiele…