Was die Liga bewegt!


Schalke 0:4 – sagt das etwas über die Konkurrenzfähigkeit der Liga?

Am Mittwoch ging es sicher vielen Fußball-Fans so, dass sie sich ungläubig und etwas schockiert die Niederlage von Schalke in Madrid angesehen haben. Groteskerweise passte das Ergebnis dann auch noch direkt zum Vereinsnamen, denn wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen…

Was mich beschäftigt ist die Frage, ob wir hier nun wirklich gerechtfertigterweise schon wieder eine Debatte über die Konkurrenzfähigkeit der Liga führen müssen.

Sagt diese Niederlage von Schalke wirklich etwas darüber aus, welche Qualität unsere geliebte Bundesliga auf dem internationalen Parkett hat?

Für Schalke 0:4 selbst ist die Niederlage sportlich natürlich eine Katastrophe, auch wenn man natürlich nicht vergessen darf , dass bei den Königsblauen einige zentrale Spieler gefehlt haben, darunter die Top-Neuzugänge. Auch nicht vergessen sollte man, dass Atletico mit Sicherheit der heftigste Gegner war, den man erwischen konnte und dass diese Mannschaft auch in der Primera Division einiges erreichen wird, ist für mich eigentlich klar. Erschreckend war eigentlich die Deutlichkeit des Ergebnisses und die Fehler die zu den Toren 2 bis 4 führten…letzten Endes hätte aber wahrscheinlich wirklich ein Tor gereicht und das Ganze wäre anders gelaufen. Oder?

Für die Bundesliga bedeutet dies für mich aber doch nicht den Super-Gau:

Wir haben mit Bayern und Werder zwei Vereine in der Champions League, wir haben mit Schalke, Hamburg, Wolfsburg, Stuttgart, Hertha und dem BVB sechs (!) ambitionierte Vereine im UEFA-Cup, die alle weit kommen können. Wann hatten wir das denn das letzte Mal???

Wir haben alleine drei italienische Weltmeister, die auf den Spuren Luca Tonis in der Liga spielen und eine ganze Reihe anderer ambitionierter Ausländer, die gerne in die Liga wechseln. So unattraktiv können wir doch dann nicht sein!? Natürlich gehen auch ein paar Spieler, aber ist das nicht normal? Stars kommen und gehen – auch ein Robinho verlässt Real und geht zu Chelsea…

Wir haben die schönsten Stadien und in Dortmund das größte Stadion – und dann auch noch volle Buden von der Elbe bis zur Isar. Und sogar in der RheinNeckar-Region schauen sich mehr als 26.000 Fans das erste Heimspiel von 1899 Hoffenheim an, Kompliment an die Vereinsführung – ein guter Job!

Wir haben Vereine mit solider wirtschaftlicher Basis dank unseres strengen Lizenzierungsverfahrens und unsere Vereine laufen nicht mit Hunderten Millionen von Schulden umeinander.

Also – fast die Hälfte der Ersten Bundesliga spielt international und ich bin mir sicher, die Jungs werden etwas reissen – für ihren Verein, ihre Fans, ihre Stadt, ihre Region und für den deutschen Fußball.

Auf gehts, pack mas!



Netzer, Effenberg & Co. hautnah erleben – Promi-Event-Auktionen zum Tag der Legenden

Es ist ein Event für den guten Zweck. Und gleichzeitig ein echter Leckerbissen für Fans des deutschen Fußballs von gestern und heute – der Tag der Legenden im Millerntorstadion,. Hamburg. Und das Beste daran: wenn am 7. September 2008 die über 50 Altstars der Szene von Rudi Assauer bis Christian Ziege am ‘Tag der Legenden’ gegen den Ball treten, können sich einige Fußballfans ganz persönliche Momente mit den Legenden sichern. Auf www.sport-auktion.de/Fan-Highlights gibt es Charity-Auktionen mit Events, bei denen man die Stars von Früher hautnah erleben kann:

Mit dem Mannschaftsbus ins Stadion? Hier gibt’s die Bus-Tickets!
Mit den Altstars zusammen Fußball schauen und fachsimpeln? Hier gibt’s die notwendigen Platz-Karten!
Autogramme deutscher Welt- und Europameister? Hier geht’s direkt ins Hotel der Legenden!

Wenn nicht rund 600 km dazwischen lägen, würde mich kaum etwas halten. Die Events sind glaub ich jeden Augenblick wert!



Jendrisek startet durch – unser Mann des Tages in Liga zwei!
28.08.2008, 15:36
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Zwei Spiele, drei Tore und mit dem FCK Tabellenführer nach dem zweiten Spieltag. Erik Jendrisek, für uns der Mann des Tages in der zweiten Bundesliga. Wer die Defensive der Aufstiegs-Favoriten vom 1. FSV Mainz 05 und jüngst des 1. FC Nürnberg derart alt aussehen lässt, hat diese Auszeichnung schlicht und ergreifend verdient. Trotz eines überragenden Charley Takyi im Trikot der Kleeblätter gegen seinen Ex-Klub St. Pauli oder zweier Treffer des Augsburgers von Sandor Torghelle.

 

In der Vorsaison – ohnehin voller Pleiten, Pech und Pannen für den 1. FC Kaiserslautern – noch als Chancentod verschrien, scheint der Slowake dieses Jahr richtig durchzustarten. Unterstützt vom leidenschaftlichen Auftreten seiner Mannschaft und voller Selbstbewusstsein und Einsatzfreude belohnte Erik Jendrisek sich und sein Team mit dem vorentscheidenden 2:0 gegen den Club.

 

Bleibt abzuwarten wie es für Jendriserk und den FCK weitergeht. Der Saisonstart gegen vom Papier her stärkere Gegner ist geglückt. Nicht zuletzt dank Erik Jendrisek, unserem Mann des Tages.



Spieler des 2. Spieltags – Vedad Ibisevic
26.08.2008, 21:20
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In dieser Woche ist der Kandidaten-Pool für den Spieler des 2. Spieltags der Bundesliga nicht wirklich reichhaltig. Zumindest dann, wenn man nicht durch die Vereins-Brille urteilen möchte. Dank dieser ließe sich die kleine Auswal sicher noch um die Punktegaranten aus Leverkusen (Helmes, Renato Augusto), München (Borowski) oder Hamburg (Mathijsen) erweitern.

Zwei der drei übrigen Kandidaten haben ihren glänzenden Nachmittag jedoch aufgrund ihrer unzureichenden Gesamtleistung zunichte gemacht. Da wäre als erster Claudio Pizarro zu nennen, der Schalke in seinem ersten Spiel nach der Rückkehr zu Werder im Alleingang als Verlierer hätte nach Hause schicken können., dabei jedoch an der fehlenden Präzision und einem bestens aufgelegten Matthias Schober scheiterte. Daneben schien es kurzzeitig so, als wolle sich Schiedsrichter Herbert Fandel auszeichnen, als er den indisponierten und später uneinsichtigen Mark van Bommel frühzeitig zum duschen schickte. Fragwürdige Entscheidungen bei fortlaufender Spieldauer erübrigen eine weitere Diskussion.

So bleibt Einer bestehen, den ich bereits in der Vorwoche gerne gekürt hätte: Vedad Ibisevic. So sieht wohl ein Lauf aus. Mit spielerischer Leichitgkeit und Kaltschnäutzigkeit im Abschluss stürmt Ibisevic mit 1899 Hoffenheim auf Tabellenplatz 1! Sicherlich werden noch andere Gegner auf Ibisevic und Hoffenheim treffen, daher sollen an dieser Stelle keine verfühten Lobeshymnen auf Ibisevic und sein Team gesungen werden. Dennoch größter Respekt vor der offensichtlichen und erfolgversprechenden Unbekümmertheit!



Was erlaube, FIFA? Keine Namen mehr auf Trikots…

Beim Blick auf den Rücken unserer Nationalelf am gestrigen Abend staunten mit Sicherheit einige nicht schlecht…es ist schon irritierend, wenn da plötzlich ein neues Nummern-Design zu sehen ist und man auf den ersten Blick fast ins Rudern kommt, wer denn nun auf dem Platz steht. Schließlich haben wir alle in den vergangenen Jahren immer mehr gelernt, dass eine bestimmte Nummer in der Regel zu einem bestimmten Spieler gehört. Und naja – der Name stand dann ja auch noch mit drauf.

Nun ist also der Purismus ausgebrochen, was aber leider nicht auf Einflüsse des Retro-Kultes zurückzuführen ist, sondern auf eine neue Direktive in der FIFA-Spielordnung.

Laut DFB, siehe http://www.dfb.de/index.php?id=500014&no_cache=1&tx_dfbnews_pi1[showUid]=15443&cHash=4858061852 , sehen die Artikel 16 und 21 des FIFA-Reglements für die WM 2010 http://de.fifa.com/search/index.htmx?q=FIFA+reglement+2010) vor, dass “die Nationalmannschaften bei den Qualifikationsspielen zur WM-Endrunde in Südafrika nur noch Trikots mit den Nummern eins bis 18 tragen dürfen. Das bedeutet in der Praxis, dass bis zur WM 2010 nicht mehr der Name des jeweiligen Spielers auf dem Trikot stehen wird. Denn die internationalen Regeln besagen außerdem, dass der 18er-Kader für ein Länderspiel erst 90 Minuten vor Spielbeginn festgelegt werden muss.” Was hat die Herren in Zürich dazu bewegt?

Doch eine Besinnung auf die puristischen Anfänge? Ein Schritt gegen den Kommerz? Oder etwas Anderes?

Und noch viel wichtiger ist vielleicht die Frage: Kommt da noch etwas nach…wie z.B.:

- Umsetzung dieser Vorgabe auch für den Vereins-Fußball?

- oder gar das Verbot von Trikotwerbung im Vereins-Fußball?

- Die Vorgabe, dass mit einem Ball aus echtem Leder gespielt wird?

Schau mer mal – wie alles hat diese Geschichte zwei Seiten…einerseits etwas mehr Purismus, aber Andererseits Verlust des “Markenwertes“ eines Spielers durch seine Nummer…schließlich denkt doch jeder bei der Nummer 33 an Mario Gomez, bei der Nummer 18 an Jürgen Klinsmann oder Miro Klose oder bei der Nummer 20 an Deco. Cristiano Ronaldo, Ronaldinho, Kaka, Michael Ballack oder auch Frank Lampard können dagegen froh sein – sie können ihre Nummer behalten…müssen sich aber daran gewöhnen, dass ein anderer mit ihrer Nummer aufläuft, wenn sie mal nicht dabei sein sollten.

Und das ist natürlich gerade für Sammler eher schlecht -  wie soll ich sicher sein, dass in einem Chelsea Trikot mit der Nummer 13 auch wirklich Michael Ballack drinsteckte und nicht ein Ersatzmann? Es wird mit Sicherheit wieder Fälle geben, bei denen so genannte Fans als Wiederverkäufer Trikots mit Beschreibungen versehen, die nicht der Wahrheit entsprechen.

In diesem Sinne „Servus, Mythos der Rückennummer als Synonym für einen Spieler“ – eine Geschichte wie die 99 als Synonym für Wayne Gretzky im Eishockey werden wir im Fußball so nicht mehr erleben.